Ausgerechnet ich #5

„Na, super! Ich bin jetzt im Zeugenschutzprogramm und habe eine neue Identität. Was nun?“

 

Am 28. Juli 2016, 20 Uhr, KuKoon | Moderation: Peer Gahmert und Philipp Feldhusen |
Zu Gast: Prof. Dr. Dietmar Heubrock

Genaue Zahlen darüber, wie viele Menschen in Deutschland aufgrund einer
Zeugenschutzmaßnahme mit neuer Identität leben müssen, gibt es nicht. Dennoch
behaupten wir: Das dürfte ein recht seltener, wenn nicht gar sehr unwahrscheinlicher Fall
sein. Also bereiten wir uns heute mal gemeinsam darauf vor!

Diverse Fragen schießen einem da in den Kopf: Wie werde ich Zeuge? Was muss ich tun,
um ins Zeugenschutzprogramm zu kommen? Darf ich mir meine neue Identität selber
aussuchen? Einen coolen Namen vielleicht? Einen Beruf, zu dem meine Ausbildung
damals nie gereicht hat? Und den Ort, in dem ich lebe? Am allerwichtigsten allerdings:
Wie verhalte ich mich korrekt, um nicht aufzufliegen und von meinen Peinigern entdeckt
zu werden?

Aus Film und Fernsehen wissen wir: Eine neue Identität zu haben ist saucool. Aber
womöglich gibt es auch ein paar Hürden, die es zu meistern gilt und einige
Sicherheitsaspekte, die man nicht außer Acht lassen sollte. Man will ja nicht entdeckt
werden. Was also muss ich berücksichtigen, wie muss ich mich verhalten; darf ich
vielleicht einer Person aus meinem alten Bekanntenkreis sagen, wo ich bin und wie ich
heiße? Und ganz praktisch: Wer koordiniert diesen Zeugenschutz? Gibt es einen Pool von
Leuten, die sich all diese furchtbar normalen Identitäten ausdenken; wenn ja: Kann man
sich da bewerben?

Abgesehen von diesen Dingen: Kann man sich auch als Nichtzeuge eine neue Identität
geben lassen, um seinem tristen Dasein zu entkommen?

Philipp Feldhusen und Peer Gahmert stellen Fragen, unser Experte Prof. Dr. Dietmar Heubrock antwortet, Publikum schaut zu (und stellt Fragen, falls vorhanden).

Zum Gast: Prof. Dr. Dietmar Heubrock ist Geschäftsführender Direktor des Instituts für Rechtspsychologie der Universität Bremen (IRP) und berät und unterstützt die Sicherheitsbehörden u.a. im Umgang mit und in der Vernehmung von Zeugen, der Prävention von Attentaten im öffentlichen Raum, der Gefährdungsanalyse bei Gefahrenlagen uvm. Zudem ist er Verfasser zahlloser Bücher und Schriften zu den Themen Rechtspsychologie, Forensische Neuropsychologie, Neuro- und Biopsychologie.

Am 28. Juli um 20 Uhr im KuKoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen

Der Eintrittspreis ist frei wählbar.

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